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Regionaltreffen Nord der Glücksspielsucht-Selbsthilfe ein Highlight im Mai in Hamburg

14 Vertreter/innen aus 9 Glücksspielsucht-Selbsthilfegruppen im Norden

Kiel – Nordenham – Stockelsdorf – Hamburg – Itzehoe – Hannover – Bremen – Delmenhorst

… nahmen am Sa, den 07.05.22 an dem Treffen in der Jugendherberge Horner Rennbahn in Hamburg teil, zu dem der Fachverband Glücksspielsucht eingeladen hatte, teil.

Die Teilnehmenden repräsentierten die derzeitige Struktur der Selbsthilfelandschaft im Glücksspielsuchtbereich. Es nahmen Mitglieder aus mehreren Gruppen der Anonymen Spieler, ebenso wie mehrere Teilnehmer aus nicht organisierten Gruppen und ein Vertreter einer Gruppe des Blauen Kreuzes teil. Ebenso waren die Angehörigen mit einer Teilnehmerin vertreten.

Dr. Tobias Hayer

… präsentierte in seinem Vortrag „Aktuelle Entwicklungen der Prävalenz der Glücksspielsucht, der Spielformen und der Inanspruchnahme von Hilfen“, auch die neuesten Zahlen aus der Forschung, und verschaffte damit eine Orientierung über den Glücksspielmarkt und seine negativen Folgen für die jüngeren Generationen. Interessant war z.B. , dass nach einer neuen Untersuchung aus 2021 über eine Million Menschen zwischen 16 und 70 Jahren in Deutschland eine Glücksspielstörung haben.

Hartmut Görgen …

… blickte in seinem Vortrag
„Zurück in die Zukunft“ auf 40 Jahre Glücksspielsucht-Selbsthilfe“ zurück und dankte der Interessengemeinschaft der Anonymen Spieler für die Initiative der Gründung der ersten Glückspielsucht-Selbsthilfegruppe in Deutschland in Hamburg. Er ging auch auf die Schwierigkeiten ein, in der heutigen gesellschaftlichen Situation mit den vielerlei Belastungen eine Selbsthilfegruppe am Leben zu erhalten. Deutlich wurde auch, dass hierzu einiges an Öffentlichkeitsarbeit von jeder Gruppe zu leisten ist. Über das „Warum-und-Wie-Selbsthilfe-wirkt“, gab er einige Beispiele mit Belegen aus der Forschung, die auch die allgemeine Öffentlichkeit davon überzeugen kann, Selbsthilfe als wertvollen Baustein in unserer Gesellschaftsordnung zu schätzen.

Nicole Dreifeld,

die Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Glücksspielsucht Selbsthilfe
Glücksspielfrei e.V. , zeigte in ihrer Präsentation was für eine Kraft hinter dem neu gegründeten Selbsthilfeverband steckt und wie die Zukunft in der Glücksspielsucht-Selbsthilfe aussehen kann. Mit Elan, Ehrgeiz und Freude am Vernetzen will der neue Verband die Glücksspielsucht-Selbsthilfegruppen von einem losen „Puzzle“ zu einer Gemeinschaft führen, in der sich alle Betroffenen, gleich in welcher Selbsthilfegruppe sie sich befinden, in dem Anliegen der Glücksspielfreiheit verbunden und geachtet fühlen.

Die Teilnehmenden führten einen wertvollen Austausch zu den Fragen des Umganges als verantwortliche Gruppenleitende in der Selbsthilfe mit der Pandemie, mit geringen Teilnehmerzahlen, mit Fragen des Rückhaltes im Selbsthilfeengagement und dergleichen.
Der Vorstand des Fachverbandes Glücksspielsucht dankte speziell der Interessengemeinschaft der Anonymen Spieler in Deutschland für ihr Engagement und der Gründung der ersten Glücksspielsucht-Selbsthilfegruppe in Deutschland in Hamburg 1982 mit einer Einladung zur 34. Wissenschaftlichen Jahrestagung am 01./02.12.22 in Berlin.

Der Tag verging wie im Flug, alle fühlten sich gut informiert und vor allem miteinander bekannt in der selben Sache, so dass dieses Treffen im nächsten Jahr sicher wieder ein Highlight wird, diesmal mit Abendprogramm!

Blick von der Dachterrasse des Tagungsraumes