Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) hat zum 1. Juli 2026 den Maximaleinsatz pro Spielrunde bei virtuellen Automatenspielen von 1 € auf bis zu 5 € angehoben. Diese Erhöhung löst aus unserer Perspektive erhebliche Bedenken aus, da es sich beim virtuellen Automatenspiel um ein Angebot mit hohem Suchtpotenzial handelt und der Spielerschutz dadurch erheblich geschwächt wird. Durch die Änderung des Höchsteinsatzes steigt auch das Überschuldungsrisiko rasant an. In kurzer Zeit sind so Verluste möglich, die weit über das durchschnittliche Monatseinkommen hinausgehen.
Die Anpassung erfolgte zudem ohne die Ergebnisse der Überarbeitung des Glücksspielstaatsvertrages abzuwarten und wurde nur über eine Unterseite der Homepage der GGL veröffentlicht. Weder der gewählte Zeitpunkt noch die intransparente Kommunikation sind nachvollziehbar.
Der Fachverband Glücksspielsucht e.V. fordert daher unter anderem:
eine transparente Begründung der GGL für die Erhöhung des Höchsteinsatzes und eine Aussetzung bzw. Rücknahme der Erhöhung des Höchsteinsatzes. Die Entscheidung sollte zugunsten eines stärkeren Spielerschutzes politisch überprüft werden.
Unter dem folgenden Link findest du einen Offenen Brief an die Ministerinnen und Minister sowie die Senatorinnen und Senatoren für Inneres der Länder, den wir vom FAGS neben anderen Suchtfachstellen, Suchtverbänden und Betroffenenverbänden unterzeichnet haben.
